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Das Blockflötenconsort im Veneto ca. 1540-1580

Im 16. Jahrhundert hatte die Rupublik Venedig wahrscheinlich mehr Verbindung mit der Blockflöte als jede andere Stadt und könnte durchaus gerechtfertigter Weise den Titel  „Hauptstadt der Blockflöte“ beanspruchen. Die Verbindungen zwischen der Venetianischen Bassano Familie und dem Englischen Hof sind ausgiebig dokumentiert und die Berühmtheit von Ganassi’s Fontegara hatte einen weit über die Blockflöte hinweg reichenden Einfluß auf die zeitgenössische Aufführungspraxis.

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"Recorders greate and smale": Das Blockflötenconsort im 16. Jahrhundert am Englischen Hofe: drei- bis sechsstimmige Werke von flämischen, englischen und italienischen Polyphonisten

Das Blockflötenconsort hatte einen besonders hohen Stellenwert am Englischen Hofe im 16. Jahrhundert, vor allem deshalb, weil König Heinrich VIII. selbst ein begeisterter Spieler dieses Instrumentes war. Ein Inventar seiner Instrumentensammlung nach seinem Tode verzeichnet nicht weniger als 76 Blocklflöten.

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Die Instrumentalmusik von Ottaviano Petrucci (1501-1508): Flämische Polyphonie und italiensiche Tänze aus den ersten Musik - Publikationen der Welt

Der venetianische Drucker Ottaviano Petrucci war der erste Mann in der Geschichte welcher die Methode, polyphone Musik sowohl in Notensystemen als auch in Lautentabulaturen zu drucken, perfektionierte. Zwischen 1498 und 1509 druckte und verlegte Petrucci nicht weniger als 39 Kollektionen, welche zusammen eine fabelhafte Übersicht von den im frühen 16. Jahrhundert populären Genren und Komponisten bieten.

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„DOMUS AUSTRIAE CRESCIT UBIQUE“

„Das Haus Österreich wächst in jede Richtung“ (J. De Cleve, 1559)

Musik vom Hofe Habsburgs aus der Zeit Philippe de Montes (1568-1603)

Der vierhundertste Todestag von Philippe de Monte im Jahr 2003 war ein einzigartiger und wichtiger Impuls für das neu gegründete Ensemble Mezzaluna, sein erstes Programm der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das Repertoire der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, das an den kaiserlichen, königlichen und erzherzoglichen Höfen von Wien, Prag, Innsbruck und Graz komponiert und aufgeführt wurde, war nicht nur überaus groß sondern auch besonders unterschiedlich in Bezug auf Stil und Form.

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“… Ac Tibijs Imparibus Accomodata”
“… und passend für eine Aufführung auf Blockflöten” (Gombert, 1539)
Flämische Polyphonie von Obrecht bis Lassus

Die neuen Perspektiven und Ideen der Aufklärung in der frühen Renaissance beeinflussten auch die Musikwelt. Der instrumentalen Musik wurde eine bedeutendere Rolle zugeteilt, obwohl diese bis zum 17. Jahrhundert in fast allen Aspekten abhängig war von der Vokalmusik. Die Entwicklung von homogenen Familien oder Consorts von Instrumenten, welche im Falle des Blockflötenconsorts genau genommen im 15. Jahrhundert begonnen hatte, erreichte seinen Höhepunkt gegen 1500 mit der Entwicklung des Gambenconsorts. Diese neuen Instrumente waren nicht nur unter professionellen Musikern mehr und mehr beliebt, sondern auch bei Amateuren, wobei die Blockflöte besonders geschätzt wurde für ihre offensichtliche Fähigkeit, die menschliche Stimme zu imitieren.

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