“DOMUS AUSTRIAE CRESCIT UBIQUE” 

„Das Haus Österreich wächst in jede Richtung“ (J. De Cleve, 1559)

 
 
Musik vom Hofe Habsburgs aus der

Zeit Philippe de Montes (1568-1603)

       

Der vierhundertste Todestag von Philippe de Monte im Jahr 2003 war ein einzigartiger und wichtiger Impuls für das neu gegründete Ensemble Mezzaluna, sein erstes Programm der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das Repertoire der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, das an den kaiserlichen, königlichen und erzherzoglichen Höfen von Wien, Prag, Innsbruck und Graz komponiert und aufgeführt wurde, war nicht nur überaus groß sondern auch besonders unterschiedlich in Bezug auf Stil und Form. In der Tat spürte man an keinem anderen Ort in Europa den Übergang von der fanko-flämischen Tradition zu einer eher italienisierten Polyphonie deutlicher als hier. Auch das Blockflötenconsort veränderte und entwickelte sich in der zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die Besetzung wurde größer, es entstanden mehr Instrumente in unterschiedlichen Größen, und um 1620 wurde die Zusammenstellung des Blockflötenconsorts vollkommen neu überdacht.

Dieses Programm beinhaltet 4-, 5- und 6stimmige Motetten, Madrigale, Ricercare, Kanzonen und Tänze u.a. von Johannes de Cleve, Antoine de La Court, Andrea Gabrieli, Jacobus Handl, Carl Luython, Giogio Mainerio, Philippe De Monte, Alessandro Orologio, Annibale Padovano, Jacob Regnart, Lambertde Sayve and Alexander Utendal.

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