“Recorders greate and smale”     out on cd !!

 
 

“Recorders greate and smale”: Das Blockflötenconsort im 16. Jahrhundert am Englischen Hofe: drei-bis sechsstimmige Werke von flämischen, englischen und italienischen Polyphonisten.

Das Blockflötenconsort hatte einen besonders hohen Stellenwert am Englischen Hofe im 16. Jahrhundert, vor allem deshalb, weil König Heinrich VIII. selbst ein begeisterter Spieler dieses Instrumentes war. Ein Inventar seiner Instrumentensammlung nach seinem Tode verzeichnet nicht weniger als 76 Blocklflöten. Das Blockflötenrepertoire zu Beginn seiner Regierungszeit bestand hauptsächlich aus drei- und vierstimmigen Vokalwerken, sowie „Consorts" englischer und flämischer Komponisten wie Loyet Compère, William Cornysh (II.), Robert Cowper, Robert Fayrfax, Heinrich Isaac, Hayne van Ghizeghem, Philippe van Wilder und sogar Heinrich VIII. höchst persönlich.

Dies alles änderte sich jedoch, als fünf Brüder der Bassano Familie im Jahre 1539 am Hof angestellt wurden und ein fünfstimmiges Blockflötenconsort gründeten; im Jahre 1550 gesellte sich sogar ein sechstes Mitglied dazu. Die sechsstimmige Besetzung des Ensembles blieb bis 1630 aufrecht und war übrigens das erste professionelle Blockflötenensemble der Geschichte. Das Repertoire des Ensembles beinhaltete nicht nur Fantasien, In Nomines, Tänze und Vokalwerke von Englischen Komponisten wie Byrd, Tallis, Tye und Antony Holborne, sondern auch Madrigale, Motetten und Chansons von italienischen und flämischen Komponisten wie Giovanni Ferretti, Alfonso Ferrabosco (I & II), Luca Marenzio, Horazio Vecchi and Orlandus Lassus.

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